Was ist Scientology?

Scientology wurde vom Sciene-Fiction-Schriftsteller L. Ron Hubbard 1954 gegründet. Scientology ist eine internationale Organisation mit dem Hauptsitz in den USA, die den Verkauf von Persönlichkeitsentwicklung sowie Organisations- und Managementtechnik weltweit betreibt. Sie benutzt die Organisation- und Vertriebsform eines gewerblichen Schulungsunternehmens auf dem Weiterbildungsmarkt, und gibt sich nach außen als Neureligion. Ihre Aktivitäten führten und führen weltweit zu Konflikten mit demokratischen Gesellschaften.

Scientologen glauben daran, dass sogenannte “Erinnerungen der vergangenen Zeit” Ihre Fähigkeiten einschränken, und die Ursachen allen Übels sind: Krankheiten, depressive Phasen, Unglücklichsein, Misserfolg. Dies wird Ihnen jedenfalls durch die Scientologe-Führung eingetrichtert. Nur durch das Auditing, einer Art Verhör in der ein Scientologe den Anderen durch stundenlanges ausgequetschen ein Persönlichkeitsprofil erstellt, werden diese Erinnerungen (Engramme genannt) eliminiert und der Scientologe kann etwas empfinden was man Zufriedenheit und Glück nennt.

Diese Sitzungen kosten Hunderte von Euro, und auch das E-Meter, der Lügendetektor an den man erkennt ob der Scientologe im Auditing die Wahrheit sagt, liegt beim offiziellen Verkaufspreis bei etwa 7.000 – 8.000 Euro. Es herrscht ein ständiger äußerer und innerer Druck noch mehr Auditings abzuschließen, um noch höhere Stufen der Zufriedenheit, den geklärten Zustand (clear), und der “Brücke der Erleuchtung” zu erreichen – was folgt ist eine unvorstellbare Abhängigkeit von Scientology, und eine Abspaltung zur Außenwelt. Freunde wenden sich ab, der Job ist oftmals verloren. Was bleibt ist eine vollständige Integration in die “Church”. So weit gehen die wenigsten, doch das kommt auch vor – mehrmals in Berlin, in zig Städten in Deutschland.

Hubbard strebte nichts weniger als die Weltherrschaft an: „Clear Planet“, eine „Zivilisation ohne Geisteskrankheit, ohne Verbrecher und ohne Krieg, in der der Fähige erfolgreicher sein kann und ehrliche Wesen Rechte haben können“.
Um dies zu erreichen, geht es ständig um „Frischfleisch“ (Scientologen-Jargon): Aggressiv werden auf der Straße neue Mitglieder werben. Scientology sieht sich selbst als Religionsgemeinschaft und „Kirche“. Für Kritiker ist sie eine Psychosekte und ein „strategisch handelndes Wirtschaftsunternehmen, dessen Ziel es ist, Macht über Menschen zu gewinnen und dabei Geld zu verdienen“, so Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse. Zentrales Motto: „Mach Geld, mach mehr Geld, sieh zu, dass andere Leute mehr Geld machen“.

Zur Maxime von Scientology gehört, dass Kritiker und Aussteiger massiv bedroht und verfolgt werden können, ohne dass sie von Scientology bestraft werden. Das ist mit einem Aufruf gleichzusetzen. Es gibt diverse Berichte, in den USA wie in Deutschland, wo Kritiker auf der Autobahn verfolgt worden sind, oder plötzlich Post im Briefkasten hatten, die einen erinnert haben, dass “Religionsfreiheit ein hohes Gut ist. Das solltest du dir merken. Pass auf.”.

Nach eingehender Untersuchung bewertete die vom Deutschen Bundestag eingesetzte Kommission in ihrem 1998 vorgelegten Endbericht die Organisation als “verfassungsfeindliche Bestrebung mit krimineller Struktur”.

Im Frühjahr 2007 eröffnete Scientologie eine repräsentative neue Deutschland-Zentrale in Berlin, laut internen Aussagen um “noch mehr Einfluss auszuüben, und eine Brücke direkt in die Politik zu bauen”.

Scientology Berlin - Die Org

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